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Alarmierende Zahlen zu psychischen Erkrankungen in Unternehmen

Die neuesten Statistiken bestätigen es: Die Zahl der psychischen Krankheiten allgemein und besonders im Job steigt immer stärker an. Das alles, obwohl das Risiko, einen Unfall auf der Arbeit zu erleiden, durch Arbeitssicherheitsmaßnahmen in Deutschland so niedrig wie nie ist und Maschinen immer häufiger schwerstkörperliche Arbeiten übernehmen. Auch ist es in den vergangenen Jahren immer unwahrscheinlicher geworden, seinen Job zu verlieren, so dass auch dieser Stressfaktor keine große Rolle spielt. Woran liegt es dann, dass die Zahlen immer erschreckender ansteigen?

Inzwischen gehen etwa 15 Prozent aller Fehltage auf Erkrankungen der Psyche zurück. Besondere Brisanz hat dieses Thema zudem, weil psychische Erkrankungen durch ihre Krankheitsdauer, die mit durchschnittlich 36 Tagen dreimal so hoch ist wie bei anderen Erkrankungen, die höchstens zwölf Tage dauern, den Unternehmen viel Schaden zufügt. Dabei sind sämtliche Altersgruppen der Erwerbstätigen betroffen, der Frauenanteil liegt etwas höher als der der Männer.

Besonders stark betroffen sind Beschäftigte in Banken und Versicherungen, Erziehungs- und Lehrkräfte sowie Arbeitnehmer aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Die höchsten Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen verzeichnen jedoch die Pflegekräfte.

Woran kann diese Steigerung liegen und was können Sie als Unternehmer tun, um Ihre Mitarbeiter stärker zu schützen?

Nach Untersuchungen sind es besonders zu viele Aufgaben, die in zu kurzer Zeit erledigt werden müssen, überlange Tage im Büro, wechselnde Schichten und fehlende Möglichkeiten zur Erholung, die Stress und Krankheiten hervorrufen. Weiterhin gehören Hetze, Termin- und Leistungsdruck bei zu geringen Handlungsspielräumen, Konflikte, Multitasking dazu. Hinzu kommen die ständige Erreichbarkeit und die Fokussierung nach außen. Menschen sind heutzutage (fast) immer online. Sie haben Angst etwas zu verpassen, nicht mehr up-to-date zu sein, wenn sie das Handy einmal ausschalten. Sie fühlen sich abseits, wenn sie nicht bei Facebook oder Instagram posten, denn alle anderen tun dieses ja auch.

Die Zentrierung auf sich selbst und das Gespür für das eigene Wohlergehen sind oft nicht mehr gegeben. Der Mensch ist überall, nur nicht bei sich selbst und das macht Stress. Vielleicht kennen Sie das auch, dass es Ihnen schwerfällt, Momente der Ruhe auszuhalten, mal wieder ein Buch zu lesen oder einfach nur in die Ferne zu schauen (ohne durch die Handykamera zu gucken), ganz bei sich selbst anzukommen, um Körper und Geist wieder Ruhe zu gewähren. Das fällt heutzutage vielen schwer.

Ein altes Sprichwort sagt:

„Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.“

Wo leben wir das heute tatsächlich noch? Die Ernährung lässt – auch stressbedingt – oft zu wünschen übrig. Hinzu kommen das Bierchen zum Feierabend (oder auch zwei oder drei) oder der gute Wein (den ich mir natürlich nach dem stressigen Tag verdient habe), die tröstende Schokolade oder wir hetzen vielleicht auch noch schnell zum Einkaufen, um uns etwas Gutes zu gönnen, danach zum Sport und spüren irgendwann die Erschöpfung, vielleicht auch erst mal „nur“ Kopf- oder Rückenschmerzen.

Beim Doktor bekommen wir dann lange keinen Termin, die Pille tut es ja auch erst mal. Wenn wir es dann tatsächlich bis ins Sprechzimmer schaffen, schaut der Arzt uns (meist) nur fragend an: „Was haben Sie denn?“, hört sich ein zwei Dinge an und verschreibt die nächsten Pillen, vielleicht auch ein MRT oder eine Schiene und schickt uns dann schnell wieder nach Hause. Gesunder Körper – Gesunder Geist! Doch wie soll das so funktionieren?

Leider ist es häufig doch so, dass die Rückenschmerzen ihre Ursache gar nicht wirklich im Rücken haben, dass der Kopfschmerz eine Reaktion auf Stress ist und dass die Schmerzen in der Schulter durch verspanntes Sitzen oder auch täglichen Stress hervorgerufen sind. Schaut der Arzt nur auf den Kopf oder die Schulter,

dann fehlt mir hier ganz eindeutig die Ganzheitlichkeit.

Ein Mensch ist nicht nur ein Kopf oder ein Arm oder ein Rücken. Ein Mensch ist viel mehr, hat viele Bedürfnisse, Körperteile, Organe, die alle im Einklang miteinander stehen sollten. Diesen Einklang erreiche ich jedoch nicht, wenn ich nicht die Gesamtheit betrachte, und dafür brauche ich Zeit und Muße mit mir selbst… Nur so kann ich erspüren, woher der eine oder andere Schmerz vielleicht noch kommen könnte.

Es ist also nicht nur so, dass ein Arbeitgeber tolle Entspannungsprogramme anbieten muss, dass er für genügend Pausen sorgt und einen Billardtisch zur Entspannung bereitstellt. Viel wichtiger ist, dass ein Bewusstsein geschaffen wird, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und sich und seinen Körper und seine Seele kennenlernen sollte, um so z.B. das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung zu spüren, um dieses dann zeitnah auch umsetzen zu können. Dieses kann z.B. in einer persönlichen Reflektion erfolgen, ein Coaching bietet dafür eine tolle Unterstüzung, denn Ihr Coach ist Ihr Sparringspartner, stellt Dinge in Frage, bringt Sie auf neue Ideen und schafft so gemeinsam mit Ihnen Veränderung, aber nur Veränderung, die Sie auch wünschen und somit dann auch zulassen und spüren.

Ich bin der Meinung (und kann dieses anhand vieler zufriedener Klienten bestätigen), dass das Problem der psychischen Erkrankungen gut veränderbar ist, wenn Menschen mehr über sich erfahren, Belastungen erspüren, um aktiv in Veränderung zu gehen. Das ist ein Prozess, der ein wenig Zeit benötigt. Wer sich diese Zeit aber jemals genommen und gespürt hat, wie gut es tut, ganz bei sich zu sein, seine Bedürfnisse zu kennen, diese zu erfüllen und so in eine innere Balance zu kommen, der wird das nie wieder missen wollen.


Gern unterstütze ich Sie bei diesem Prozess.

Quellen: www.bundesgesundheitsministerium.de, www.tagesspiegel.de, www.bptk.de


spaepper
Meine selbständige Tätigkeit über viele Jahre (Einzelhandel, Unterricht, Beratung), die langen Erfahrungen in großen Firmen (Bank, Spedition, Schiffsausbau) mit internationalen Kollegen, sowie viele Reisen durch die ganze Welt, haben mir einen weiten Blick für unterschiedliche Menschen, Methoden und Einstellungen geschenkt. Meine vielseitigen Fortbildungen und eigenen Erfahrungen haben zudem dazu geführt, dass ich ein gutes Einfühlungsvermögen entwickeln konnte, das mir sehr dabei hilft, Gespräche zu moderieren und Konfliktlösungen zu finden. Ich sehe jeden Menschen als eigene Persönlichkeit und versuche ein Verständnis für seine Ideen und Vorstellungen zu entwickeln.
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