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Teams finden sich heutzutage überall. Egal wie groß sie sind, es finden sich hier Festangestellte, Teilzeitmitarbeiter, Aushilfen und Lehrlinge. Anhand all dieser verschiedenen Beschäftigungsmodelle wird bereits deutlich, dass hier viele verschiedene „Welten“ aufeinander prallen, unterschiedlichste Werte und Überzeugungen aktiv sind.

Häufig stehen die Mitarbeiter unter starker zeitlicher Anspannung, so wie z.B. in der Bäckerei am und hinter dem Tresen, wo verschiedenen Tätigkeiten koordiniert werden müssen, oder im direkten Kundenkontakt.

Sehen wir uns hierzu beispielsweise die Situation eines Lehrlings, z. B. in einem Friseursalon an. Dieser kommt mit all seinen Vorstellungen, Ängsten und Erwartungen in den Salon – in eine große Gruppe unterschiedlichster Menschen, also in ein bestehendes System. Dieses bringt er, allein durch seine Anwesenheit, schon mal in Schwingung.

Ängste bei ihm könnten sein: Schaffe ich das alles? Kann ich mit meinen neuen Kollegen klar kommen? Verstehe ich, was sie mir sagen? Seine Vorstellungen könnten sein, dass er eine erfolgreiche Ausbildung absolvieren möchte, eigene Ideen einbringen will und seine Erwartungen sind sicherlich, dass die Kollegen mit ihm wertschätzend umgehen.

Und natürlich hat auch das bestehende Team viele Befürchtungen: Wie ist dieser neue Mitarbeiter? Welche Ziele hat er? Wird er mir womöglich meinen Arbeitsplatz streitig machen oder nimmt er mir die Sympathie meiner Lieblingskollegin? Muss ich jetzt noch mehr arbeiten, weil ich ihm ja etwas beibringen muss? Kassiert er jetzt mein Trinkgeld?

Viele Fragen treten auf. Diese führen dann häufig dazu, dass diesem Lehrling mehr Steine in den Weg gelegt werden, als nötig wären. Er wird kritisiert, korrigiert und manchmal vielleicht sogar schikaniert.

Erfolgt hier Kritik als Feedback, so baut es auf und bringt den Lehrling weiter, erfolgt diese jedoch als Maßregelung, eventuell sogar direkt vor dem Kunden, dann bringt sie mehr Schaden als Nutzen. Zum einen wird der Lehrling frustriert und unsicherer, zum anderen erfährt der Kunde eine Missstimmung im Salon. Wird diese zu massiv, kann es passieren, dass er sich lieber für seinen nächsten Besuch einen konfliktfreien Salon sucht.

Ein Beispiel: Der Lehrling hat den Kunden gerade zum Platz geführt, fragt nach dem Getränkewunsch. Die Gesellin schaut ins Buch und sieht eine Unstimmigkeit mit dem Termin. Sofort ruft sie zum Lehrling hinüber: „Hier hast du aber was falsch gemacht, so klappt das mit der Zeit ja überhaupt nicht, wie soll ich das denn schaffen?“ Die Gesellin hat ihrem Unmut Luft gemacht und dem Lehrling gezeigt, dass er Fehler macht, was aber passiert mit Kunden und Lehrling? Der Lehrling fühlt sich schlecht – er hat einen Fehler gemacht, bekommt Angst, dass dieses Konsequenzen haben könnte; auch die Kundin hat vielleicht Bedenken, dass jetzt zu wenig Zeit ist und ihre Frisur im Eilverfahren erstellt wird. Beides führt zu schlechter Stimmung. Dieses ist nur eine Szene, wie sie leider immer wieder vorkommt, weil spontan gehandelt wird und die Wahrnehmung der anderen Beteiligten nicht berücksichtigt wird.

Auch in vielen anderen Bereichen in Service und Verkauf, wo Menschen zusammenarbeiten, wo Teams aktiv sind, entstehen diese – zu Anfang nur – kleinen Konflikte. Wichtig ist, daran zu arbeiten und die Wahrnehmung zu schärfen, zu lernen, wie andere Menschen funktionieren und was bestimmte Äußerungen bewirken können, um beim nächsten Mal lieber nicht mit dem Ärger hinauszuplatzen, sondern auf eine ruhige Minute zu warten und dann ein konstruktives Feedback zu geben.

Männlich/weibliche Form:  Aus Gründen der Vereinfachung und besseren Lesbarkeit wird die männliche oder die weibliche Form verwendet. Darin ist das jeweils andere Geschlecht mit einbezogen.
Konfliktbewältigung, Zeitmanagement, Teamtraining, Coaching, Projektteam-Training, Kommunikationstraining, Konflikt-Dolmetscherin, Beratung für Service, Hotel, Verkauf, Projektteams, Management in Winsen, Hamburg, Lüneburg und Deutschlandweit.
spaepper
Meine selbständige Tätigkeit über viele Jahre (Einzelhandel, Unterricht, Beratung), die langen Erfahrungen in großen Firmen (Bank, Spedition, Schiffsausbau) mit internationalen Kollegen, sowie viele Reisen durch die ganze Welt, haben mir einen weiten Blick für unterschiedliche Menschen, Methoden und Einstellungen geschenkt. Meine vielseitigen Fortbildungen und eigenen Erfahrungen haben zudem dazu geführt, dass ich ein gutes Einfühlungsvermögen entwickeln konnte, das mir sehr dabei hilft, Gespräche zu moderieren und Konfliktlösungen zu finden. Ich sehe jeden Menschen als eigene Persönlichkeit und versuche ein Verständnis für seine Ideen und Vorstellungen zu entwickeln.